TREIBKRAFT.THEATERINTERVENTIONEN

ELEMENTARTHEATER / THEATER DER DINGE UND SINNE

Thumbnail

Der Workshop zum Elementartheater kann eine eintägige Fortbildung für Multiplikatoren sein oder ein Wochenprojekt mit abschließender Aufführung. Der Workshop basiert auf den langjährigen Erfahrungen, die ich (Matthias Damberg) mit dem „Theater für die Allerkleinsten“ beim HELIOS Theater gemacht habe, sowohl als Schauspieler in „H2O“ in über 200 Aufführungen, als auch in Workshops mit ErzieherInnen, angehenden HeilerziehungspflegerInnen und Studierenden (ZHdK).

Der Workshop zum Elementartheater kann eine eintägige Fortbildung für Multiplikatoren sein oder ein Wochenprojekt mit abschließender Aufführung. Der Workshop basiert auf den langjährigen Erfahrungen, die ich (Matthias Damberg) mit dem „Theater für die Allerkleinsten“ beim HELIOS Theater gemacht habe, sowohl als Schauspieler in „H2O“ in über 200 Aufführungen, als auch in Workshops mit ErzieherInnen, angehenden HeilerziehungspflegerInnen und Studierenden (ZHdK).

„Elementartheater“ bedeutet zum einen die Arbeit mit elementaren Materialien wie z. B. Wasser, Sand, Papier oder Ton. Zum anderen ist es generell eine basale Einführung in die Theaterarbeit, weil es Fragen stellt wie: Was ist überhaupt Theater? Wann beginnt „das Theaterstück“ und wann hört es auf? Welche Mittel erzeugen Aufmerksamkeit und regen die Wahrnehmung an? Wie wirken sich Tempo, Rhythmus und Entschleunigung aus? Welche dramatischen und dramaturgischen Elemente taugen außerhalb der sonst bedeutungstragenden Sprache und Geschichte?

Am Beispiel eines Publikums ab zwei Jahren findet man eine radikale Voraussetzung vor: diese Zuschauer kennen keine Theaterkonventionen, sie wissen nicht wie man sich zu verhalten hat. Ihr Blick und ihre Wahrnehmung sind nicht verstellt durch irgendwelche Erwartungen oder Theatervorerfahrungen. Und die Verhaltensregeln müssen nicht erklärt, sie können allein durch ästhetische Mittel erzeugt werden (Grenzziehung Bühne/Spielfläche und Zuschauer oder die Setzung von Anfang und Ende).

Diese Art des Theaters ist nahe am zeitgenössischen Theater und die Workshopteilnehmer lernen dessen Techniken kennen: Bild, Musik, Rhythmus, Körperlichkeit etc. bekommen mehr Gewicht als Text und Geschichte. Man erarbeitet eher eine Performance, als ein „Theaterstück“. An manchen Stellen ist es mehr eine Live-Installation, als Theater im klassischen Sinne.

Die Begrifflichkeit des „Theaters für die Allerkleinsten“ erweitert sich also auf „Elementartheater“. Indem sich die Workshopteilnehmer_Innen in die 2-jährigen-Perspektive begeben, bekommen sie in ihrer eigenen Theaterarbeit noch einmal einen grundlegenden Blick auf Theater. Zum Abschluss eines einwöchigen Workshops kann eine Aufführung vor Publikum stattfinden. Diese ist nicht zwingend nur für ganz kleine Zuschauer, zum Beispiel auch Förderschulklassen sind geeignet, da sie dankbare Zuschauer eines weniger kognitiven sondern mehr sinnlichen Theaters sind. Man kann aber auch eine spannende Abend-Performance mit erwachsenen Zuschauern machen.

Der Workshop beinhaltete im Konkreten:
• Besuch eines Theaterstückes für die Allerkleinsten z. B. im HELIOS Theater Hamm
• Übungen, Spiele und Theorie zur Einführung in das Feld des Theaters für die Allerkleinsten
• Experimentieren und Improvisieren mit den Materialien Papier, Ton, Holz, Sand aber auch mit Stimme, Körperlichkeit und einzelnen Wörtern
• Erarbeitung einzelner „Miniszenen“ und Präsentation in der Teilnehmergruppe
• Beim Wochenprojekt: Erarbeitung einer zusammenhängenden Performance
• Präsentieren der Performance vor einer Zuschauergruppe
• Abschließende Reflektion des gemeinsamen künstlerischen Prozesses und der Aufführungserfahrung